Bei der Tagesschau kommt das Wetter am Ende, hier ist es umgekehrt.

Es ist Freitagabend und nach einer warmen Spätsommerwoche regnet es in Hamburg.


Man könnte sagen „mal wieder“ oder „endlich mal wieder“, aber ich fand die vergangenen Wochen mit Sonne und Temperaturen bei 27° sehr angenehm. Von daher habe ich ein weinendes Auge, wenn ich diesen Regen und den sich andeutenden Temperaturverfall hinnehmen muss.

Wetter in Hamburg – http://www.wetter.com

Da passt es mir gut, dass ich am Dienstag in ein Flugzeug steige und beinahe 10000 km gen Osten fliege. Dank der Großkreisflugroute verkürzt sich die Strecke um etwa 1000 km. Man erkennt diese Flugrouten, die zunächst intuitiv länger erscheinen, an ihrer schön gekrümmten Form.

unbenannt

Reiseroute – tripline.net

Doch nach der anfänglichen Freude stellt sich dann auch zwischendurch mal die Wetterfrage. Meine gute Freundin (Hallo Judith!) erwähnte fast beiläufig, dass ja „Taifunsaison“ sei. Ich habe mir natürlich im Gespräch nichts anmerken lassen, doch sobald das Telefonat beendet war stieß ich eine Kurzrecherche an. Und in der Tat: ein kurzer Blick in das scheinbar allwissende Internet zeigte mir Bedenkliches. Der Taifun Meranti der Kategorie 5 (die linke Linie, die aufs Festland von China zusteuert) ist nah an meiner Zone der Tiefenentspannung, einer der südlichsten Inseln Japans, die vor der Küste Taiwans gelegene subtropische Insel Ishigaki.

Meranti und Malakas im Tanz der Taifune – http://www.cyclocane.com

Und als ob das nicht genug wäre, folgt noch ein zweiter Taifun (Malakas die rechte Linie), der sich nicht nur über Ishigaki, sondern auch über mein restliches Urlaubsgebiet hermacht. Ich habe seit dieser niederschmetternden Erkenntnis (seit 3 Tagen) nicht mehr nachgesehen, ob die Routen wie vorhergesagt geblieben sind.

Dann mache ich das doch jetzt mal.

Malakas macht Bambule – http://www.cyclocane.com

Uh. Das sieht nicht gut aus. Meranti ist zwar (oben am Bildrand) weg, aber ziemlich genau in der Bildmitte, also da wo Malakas sich gerade austobt, da liegt Ishigaki. Buuuh.

Doch ich bin „erst“ in 10 Tagen da. Und, wer sich so schnell drehen kann, der wird ja wohl mal ein paar Meter machen können, oder?

Was sagt denn der Langzeitwetterbericht? Nicht immer zuverlässig aber doch hin und wieder geeignet Pläne zu zerstören oder Hoffnungen zu schüren. Was wird es diesmal sein?

Hoffnung! Sehr gut. Ich lande am 25. und das ist der Tag, an dem der Regen aufhört. Perfekt. So hab ich mir das vorgestellt: Sonnenschein bei Temperaturen knapp unter 30°. Dazu noch das hoffentlich bis dahin wieder kristallklare türkis-hellblaue Wasser. Das kann etwas werden.  🙂


Man kann planen was man will, irgendwas kommt immer dazwischen. Ich lasse mich vom Wetter nicht beeindrucken. Vielleicht ist das eine der Lehren der Zeit in Hamburg: Wer sich vom Wetter abhalten lässt, der kommt zu gar nichts.

Einiges an intensiver Planung ging dieser Reise voraus und dennoch sind noch viele Lücken offen. Es bleibt spannend.

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