3. Tag@4: Gemischte Gefühle

Ach, Kyoto. Der Tag fing so schön an. Sonne, ein gemütlicher Lauf in der Morgensonne, eine eiskalte Dusche… und jetzt? Es gießt aus Kübeln. Nachdem ich mir knapp 6 Stunden Tempel einverleibt habe begann der Regen.

Ich wollte mir eigentlich nur kurz einen Kaffee holen, um für den Nachmittag gewappnet zu sein, aber nun sitze ich hier fest. Wenigstens ist es hier sehr nett. Falls jemand mal in Kyoto strandet und ein nettes Café sucht, das Keys’s Café kann ich weiterempfehlen.

Ich habe einen fantastischen Blick auf … richtig, einen Tempel. Einen buddhistischen.

Davon hatte ich heute erst… vier oder fünf. Oder sechs, man kommt da einfach nicht mehr mit. Aber das macht ja auch nichts. Gelernt habe ich, dass man für Geld bei den Buddhisten Lärm machen darf. Wenn man abseits der großen Tempel ist, dann geht das sogar auch umsonst. So kam ich dazu eine 70 Tonnen schwere Glocke klingen lassen. Mit richtig Rumms.

Man weiß ja nicht, was man so darf und nicht und die Schilder (oder das, was die Übersetzungsapp draus macht) waren nicht eindeutig. So stand ich also vor dieser Glocke und habe abgewartet, was die Großfamilie aus Japan damit so anstellt. Nachdem Opa und Vater das Ding mal so richtig haben läuten lassen und ich das ganze bewundert angesehen habe, wurde ich aufgefordert es ihnen gleich zu tun.

Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und nach ichi (1) und ni(2) folgt san(3)-, man holt wohl zweimal vorher aus, bevor man es dann klingen lässt. Und was soll ich sagen, ein großes „oooh“ und „uuuh“ ging durch die Familie und ich hatte wohl einige Katzen der Nachbarschaft gleich mitgeweckt. Falls also kleinerer Erdbeben am Vormittag in Kyoto aufgezeichnet wurden, dafür zeichne ich verantwortlich.

Ich denke mal Buddha weiß jetzt auch Bescheid, dass das noch was auf ihn zu kommt. Wenn das WLAN mal funktioniert, dann lade ich noch ein Video dazu hoch. Nicht von mir (ich hatte alle Hände voll zu tun), aber vom Großvater. Das war auch schon nicht von schlechten Eltern.

Hier ist es:

 

Ich werde mich jetzt mal durch den Regen kämpfen, denn ewig hier rumsitzen macht leider auch keinen Sinn.

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