Kulturschock

Es gibt immer Neues auf einer Reise zu entdecken. Dinge, die einem vorher noch nicht aufgefallen sind oder die tatsächlich neu sind. Hier sind 40, die mir in meiner Zeit in Japan über den Weg gelaufen sind. Zunächst als Liste und unten dann mit einer entsprechenden Erklärung.

Kurzliste

  1. Fahrradparkplätze
  2. BIP Japan
  3. Regenschirme
  4. Regenschirmkondome
  5. Regenschirmgarderobe
  6. Zeitschriftensicherung
  7. Getränkeautomaten
  8. Parkplatzsicherung
  9. Aufzüge
  10. Ein Tag hat 24 Stunden?
  11. U-Bahn
  12. Kameraton
  13. Ampeln
  14. Schlangen
  15. Einpacken
  16. Warten
  17. Einpacken (zum Zweiten)
  18. Mülleimer
  19. Dreck
  20. Links gegen rechts
  21. Schlafen
  22. Shoppen
  23. Fremdsprachen?
  24. Prostitution
  25. Stundenhotels
  26. Alkoholgenuß
  27. Umkippen
  28. Reinquatscher
  29. Betrunkensein
  30. Schlafen 2
  31. Zuviel ist zuviel
  32. folgt
  33. folgt
  34. folgt
  35. folgt
  36. folgt
  37. folgt
  38. folgt
  39. folgt
  40. folgt

…wird fortgesetzt…

Ausführliche Liste

1. Fahrradparkplätze

Die Japaner lieben ihre Ordnung. Was könnte da mehr stören, als ein achtlos abgestelltes Fahrrad. Daher gibt es (meist versteckt) an vielen Orten Fahrradparkplätze. Sie zeichnen sich nicht durch irgendeine Besonderheit aus, sondern sind schlicht Orte, an denen die Fahrräder stehen sollen/dürfen.

Es scheint selbstverständlich zu sein und man sieht auch keine anderen Fahrräder einfach irgendwo herumstehen.

Sobald man an einem Ort ist, der potentiell von mehr Leuten frequentiert wird, gibt es diese Parkplätze. Zumeist reicht auch ein scheuer Blick nach Fahrrädern, um von nächsten Parkplatzwächter oder Passanten einen Hinweis zu bekommen, wo man sein Fahrrad abschließen kann.

Tipp: Das Fahrrad nicht einfach so abstellen.

2. BIP Japan

Ich nahm bislang an, dass Japan eine der am weitesten entwickelten Länder weltweit ist.

Die Messung dieser Aussage ist sicherlich schwierig, aber ich nahm an, dass (mal abgesehen von den Exoten, wie Liechtenstein und Co.) Japan in den Top Ten der BIP (Bruttoinlandsprodukt) pro Kopf-Liste und eigentlich ähnlich wie Deutschland, zu finden ist.

In der Gesamtliste (2015) belegt Japan jedoch nur einen 26. Platz. Deutschland liegt immerhin auf Platz 19.

Allerdings ist gerade die Wohlstandsmessung anhand des BIP bei einigermaßen entwickelten Ländern besonders schwierig. Da kommt demnächst ein Artikel von mir. 🙂

Dennoch war meine Annahme, dass ich durch ein High-Tech-Land reisen würde, dass sich quasi nur einen Minischritt entfernt von Ufos und Jetpacks befindet falsch. Ich hatte gehofft, dass ich einen Blick in die Zukunft (auch und insbesondere für Deutschland) werfen kann. Doch das ist nicht der Fall. Japan ist keinesfalls in seiner Gesamtheit ein Zukunftsmodell. Es gibt immer wieder Dinge für die ich Potential in Deutschland sehe, aber generell ist Japan eher auf einem Parallelweg, denn auf demselben Weg.

3. Regenschirme

Bei Regen ist die Quote der Personen, die Regenschirme mit sich führen, erstaunlich hoch. Bei regnerischem Wetter ist sie ähnlich hoch und selbst bei strahlendem Sonnenschein sieht man sie in keiner geringen Zahl. Sie sind ein omnipräsenter Begleiter des urbanen Japaners. In Kyoto fiel es mir besonders auf, doch auch in Tokio scheinen die Leute aus Zucker zu sein. Aus Hamburger Sicht ist vermutlich jeder aus Zucker, aber das ist eine andere Geschichte, die ein andernmal erzählt werden soll.

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Der Standardschirm im Einsatz.

Das Standardmodell Regenschirm hat mit über 90% Marktanteil das Rennen gemacht. Es ist ein durchsichtiger Plastikschirm mit weißem Griff und einem weißen Endstück. Die Halbwertszeit schätze ich als relativ niedrig ein, was dazu führt, dass alle Schirme stets wie neu aussehen und es quasi kaum Gebrauchsspuren gibt. Vermutlich würde das bei einem derart delikaten farblichen Gestaltung (durchsichtig und weiß) auch schnell jedem ästhetischen Sinn widersprechen. Preislich liegen diese Schirme üblicherweise zwischen 300 Yen (2,70 Euro) und 500 Yen (4,50 Euro), also ziemlich günstig.

Die Liebe zum Schirm geht soweit, dass es Regenschirmhalter an Fahrrädern gibt. Sogar zweierlei verschiedene Halter. Zum einen die, die den Regenschirm aufgespannt während des Fahrens halten und zum anderen die, die den Regenschirm eingerollt seitlich am Rahmen festhalten. Ersterer lässt Rückschlüsse auf die vorherrschende Geschwindigkeit des Radfahres zu während zweite wohl eher auf eine Saccharosierung des Eigentümers deutet.

Ärgerlich ist, dass die meisten Regenschirme durchsichtig sind. So können sie nur gegen Regen etwas ausrichten. Gegen Sonne gibt es dann einen anderen Schirm. Nun ja, ich habe ja auch mehr als ein Paar Schuhe. Jedem Tierchen also sein Pläsierchen.

4. Regenschirmkondome

Die Japaner haben geradezu panische Angst vor Schmutz. Das beginnt bei der fast schon neurotischen Pflicht sich Hausschuhe anzuziehen. Nachvollziehbar ist es, dass man seine Straßenschuhen nicht auf den häuslichen Flocati ausmehrt. Verwunderlich wird es spätestens aber, wenn man auf der Toilette auch eigene Hausschuhe zum Hineinschlüpfen bekommt. Da das offensichtlich sogar einigen Japaner zu weit geht, hat sich (denn mit der Tradition zu brechen ginge nicht) mancherorts ein doppeltes System entwickelt. Es gibt Toilettenschuhe, in die man mitsamt der Hausschuhe schlüpfen kann. So ist also der Bedarf nach einem gesonderten Paar Schuhe geregelt, gleichzeitig ist aber der Bequemlichkeit auch gerecht geworden.

Doch das war gar nicht das Thema. Diese Reinlichkeit führt zu obengenannter Panik, die sich sogar auf Wasser bezieht. Regenschirme sind, das schrieb ich bereits, stets präsent. Sobald man sich jedoch damit in ein Geschäft oder einen anderen öffentlichen geschlossenen Raum begibt wird man mit einer Überraschung beglückt. Diese wird, bei akutem Regen, persönlich oder sonst auch in Form eines Spenders am Eingang bereitgestellt. Es handelt sich um eine längliche Plastiktüte. Sie dient ausschließlich dazu das vom Regenschirm ablaufende Wasser aufzufangen, so dass sich ja keine Pfütze bildet. Ob das nur der Reinlichkeit oder auch der Sicherheit dient ist unklar. Es ist jedenfalls einigermaßen seltsam.

Doch diesen Eindruck teilen die Japaner nicht. Für sie ist es selbstverständlich ein paar Tropfen Wasser mit einer Einwegplastiktüte aufzufangen. Vielleicht gewöhnt man sich irgendwann daran, doch ich fand es bis zum Schluss ein bizarres Spektakel.

5. Regenschirmgarderobe

Nun folgt eine meiner Lieblingsentdeckungen. Regenschirme machen offenkundig einen großen Teil des Lebens für Japaner aus. Kleine zusammenfaltbare Schirme (Knirps und Co.), wie sie in Deutschland durchaus üblich sind, findet man nicht.

Ein Faltschirm wäre auch überaus ungünstig für die Regenschirmgarderobe. Dort kann (vermutlich: muss) man seinen Schirm außerhalb des Gastraumes vor Restaurants oder Hotels einschließen. Man hängt seinen Schirm in eine Halterung, nimmt seine Nummernkarte und schließt damit eine Klemme, die den Griff umfasst. So bleibt der triefend Nasse schirm draußen und ist sowohl davor geschützt, dass er ungewollt den Besitzer wechselt, als auch dass er das böse Naß in die Räumlichkeiten trägt. Das Wasser wird natürlich unten zentral aufgefangen, nicht dass noch ein Tropfen auf dem Boden kommt. Ein Win-Win(-Win) also.2016-09-23-22-56-04

Ich habe so etwas noch nie gesehen. Es macht aber durchaus (ein wenig) Sinn. Was ich nicht verstehe ist, würde ein Japaner wirklich nicht seinen eigenen Schirm mitnehmen, also gar einen anderen Klauen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich nehme daher an, dass dieses System in erster Linie geschaffen wurde, um Verwechselungen der überwiegend gleich (siehe oben) aussehenden Schirme zu vermeiden.

6. Zeitschriftensicherung

Zeitschriften werden in Japan gerne mit Gummibändern gesichert. Diese Gummibänder sich nicht die hier üblichen Bänder, sondern sind breite, aus einem Stück bestehende Gummibänder, die sich wie ein X um das Heft befestigen lassen. Das hat mindestens drei Vorteile. Zum Einen wird ganz offensichtlich verhindert, dass Inhalte vor dem Kauf konsumiert werden. Zum Anderen verhindert es, dass evtl. Beigaben dem Magazin vor dem Kauf entnommen werden können. Und zu guter Letzt verhindert es natürlich, dass nicht-jugendfreies Material an nicht zugelassenes Publikum gerät. Vielleicht kommt das auch nach Deutschland? Ich erinnere mich gut daran, dass ich den ein oder anderen Comic als Kind bereits im Supermarkt durchkonsumiert hatte.

7. Getränkeautomaten

Getränkeautomaten sind überall. An beinahe jeder Ecke gibt es einen Getränkeautomat. Meist sogar mehrere, denn die verschiedenen Firmen haben unterschiedliche Angebote und auch die Produkte wollen platziert sein.

Grüner Tee und Gerstentee (Mugicha) ist eigentlich immer dabei. Auch findet sich meist ein Wasser im Angebot. Ganze eigene Automaten hingegen füllt Kaffee. Kleine (0,2l) Dosen und Flaschen werden in einer Vielfalt angeboten die atemberaubend ist. Es gibt übrigens das gleiche Kaffeegetränk in der exakt gleichen Verpackung sowohl kalt und als auch heiß. Obwohl ich in den Automaten nur kalte gefunden habe. Vielleicht ändert sich das im Winter.

Diese Automaten sind in Wohngegenden ebenso präsent, wie an den entlegensten Ecken auf kleinen Inseln. Wenn man eine Zeit keinen Getränkeautomaten gefunden hat, dann weiß man, dass man wirklich abseits der japanischen Zivilisation ist. Das passiert aber nur selten.

8. Parkplatzsicherung

Die Parkplätze sind in den Städten natürlich ein knappes Gut. Und es gibt interessante Lösungen. Zum Beispiel gibt es Parkhäuser, die einen Drehteller am Eingang und dahinter ein komplexes Fahrstuhlsystem haben.2016-10-01-22-03-23

Und es gibt es auch die ebenerdige Variante, die vollständig automatisiert ist. Ein Parkplatzwächter, als auch das Hinterlegen eines Tickets im Auto selber, entfällt. Stattdessen klappt sich unter dem Auto eine Stufe aus, die verhindert, dass man das Auto wegfährt. Inwiefern dies auch als Diebstahlschutz dient ist unklar, doch es dürfte wohl diese angenehme Nebenwirkung haben. Vielleicht auch ein Modell für Deutschland?2016-09-23-14-48-10

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9. Aufzüge

Aufzüge in Japan haben zwei Besonderheiten. So beginnt, wie in den USA, die Zählung der Stockwerke bereits mit dem Erdgeschoß. Als ich das erste mal hörte mein Zimmer sei auf dem „second floor“, da stellt ich mich bereits auf eine längere Schlepperei ein und war dann angenehm überrascht, dass ich bereits im (deutschen) 1. Stock mich betten durfte.

Das hat allerdings weniger etwas mit den Aufzügen zu tun, die dieses System notgedrungen übernehmen müssen. Besonders ist allerdings, dass es immer(!) einen „Tür zu“-Knopf gibt, der die Türschließung in Sekundenbruchteilen auslöst. Noch besonderer ist, dass dieser Knopf auch zu jeder(!) Möglichkeit genutzt wird.

Ich finde das fantastisch, denn ich frage mich schon lange, warum ich beim Einsteigen in einen Fahrstuhl mehrere Helmut Kohl-Gedächtnissekunden warten muss, bevor der Fahrstuhl sich dann mal entschließt die Türen zu schließen.

Nun ist es nicht so, dass einem dadurch ständig der Fahrstuhl vor der Nase wegfährt, nein, wenn gesehen wird, dass da noch eine Person kommt, dann wird ebenso schnell der „Tür auf“-Knopf gedrückt, die Person hereingelassen und dann natürlich sofort (meist von der hereingelassenen Person selber), der „Tür zu“-Knopf gedrückt.

Das würde ich so gerne auch hier haben. Aber da ist die Bevormundung durch die Aufzugsindustrie wohl nicht mehr von abzuhalten. Sollte ich je den Bau eines Aufzugs zu verantworten haben, so werde ich sicherstellen, dass er von einem japanischen Unternehmen gebaut wird. 🙂

10. Ein Tag hat 24 Stunden?

Gemeinhin hat sich die Annahme durchgesetzt ein Tag hätte 24 Stunden. Das mag zwar faktisch so sein, aber in Japan hält man davon nicht viel. Die Tage haben nach eigenen Erkundungen hier mindestens 25 Stunden.

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Beweisfoto #1 – Ein 100 Yen Shop in Kyoto.

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Beweisfoto #2 – Ein U-Bahn-Mall-Schild in Roppongi, Tokio. 10 Minuten machen ein Japan einen Riesenunterschied.

11. U-Bahn

Zur U-Bahn in Japan kann man sicherlich ein Buch schreiben. Doch ich will nur auf zwei Aspekte eingehen.

Zum einen ist es fantastisch, wie gut alles organisiert ist. Das gilt zumindest für die, die des Japanischen mächtig sind. Alle anderen stehen des öfteren mal doof da.

Man merkt, dass man richtig doof da steht, wenn selbst der hilfsbereite Schaffner an der Eingangskontrolle bei der Frage nach dem Weg zum richtigen Stationseingang erst verständig nickt, dann kurz stockt, dann leise in sich hineinstöhnt und dann seine Erklärung mit einem ratlosen Schulterzucken und einem zögerlichen Fingerzeig in eine bestimmte Richtung beginnt. Auch die Schilder sind dann nur wenig hilfreich.

Dieser Situation folgend bin ich einmal komplett um die riesige Shinjuku-Station gelaufen. Es wurde gerade gebaut und als nicht-japanisch-Verständiger war da nix zu holen. Ich bin dann einfach irgendwo eingestiegen und hatte Glück. Es war zwar nicht die Bahn, die ich vorhatte zu nehmen, aber sie brachte mich auch ans Ziel.

Zurück zur Organisation. Wenn viele Leute über einen engen Bahnsteig müssen, dann macht es Sinn die Wege auf diesem Bahnsteig möglichst kurz zu halten. Idealerweise nutzt man die Wartezeit auf die Bahn also dafür den Weg zum Ausgang an der Zielstation zu minimieren. Das lässt sich entweder mit viel Ortskenntnis erreichen oder eben mit einer entsprechenden Anzeigetafel. Und die gibt es in Tokio. Fantastisch. Ich wünschte, Deutschland würde das auch einführen!2016-10-01-17-45-42

Das andere Bemerkenswerte ist, dass es verschiedene Anbieter bei den U-Bahnen gibt, die auch ihre eigenen Gleise und Tunnel haben. Das führt mitunter dazu, dass man sein Ziel auf verschiedenen Wegen erreichen kann (siehe oben), aber auch dazu, dass das Netz manchmal zum kapitulieren verwinkelt wird und man nicht selten den Eindruck hat 100m in die Tiefe zu fahren. Dass die Übersicht dabei auf der Strecke bleibt ist nicht verwunderlich.
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12. Kameraton

Das ist sicherlich für mich persönlich das Nervigste gewesen. Sobald ich die japanische SIM in mein Telefon eingelegt hatte, beglückte mich mein Telefon bei jedem Foto mit dem typischen analog nachgeahmten Kameraton. Den habe ich normalerweise ausgestellt, doch diese Einstellung war mit dem Einlegen der japanischen SIM-Karte nicht mehr zu finden.

Eine kurze Recherche ergab, dass das wohl vom Kaiser (na gut, vielleicht nicht vom Kaiser direkt, aber irgendeiner hohen Instanz) so vorgegeben ist.

Über das Warum kann ich nur spekulieren. Da es jedoch eine entsprechend hohe Anzahl von Perversen gibt, die den gerne mit kurzen Röcken bekleideten Japanerinnen unter eben jene fotografieren, hat man sich wohl überlegt, dass das Abhilfe schaffen könnte. Das ist natürlich Unsinn, denn jeder halbwegs Begabte, kann sich Wege überlegen da drum herum zu kommen. Der einfachste ist schlicht ein Video zu drehen. Das macht nur einmal am Anfang einen verhältnismäßig unaufälligen Ton und ist danach unauffällig.

Um zu verdeutlichen, warum das für mich so nervig war, muss man wissen, dass mein Telefon meine Kamera war/ist. Ich hatte keine weitere Kamera mit.

Gleichzeitig hätte ich gerne auch über das Telefon mal Musik gehört. Doch sobald ich ein schnelles Foto geschossen habe war mein Z5 Compact des japanischen Herstellers Sony überfordert. Anstatt den Ton einfach über alles zu legen, wurden sämtliche Audioverbindungen gekappt und was weiß ich sonst noch geschah im Hintergrund. Und ich habe häufig mal schnell ein Foto gemacht. Daher war das extrem nervig und ich habe drei Kreuze gemacht, als ich meine deutsche SIM wieder einlegen konnte.

Und alles nur wegen ein paar perversen Menschen? Wenn man mal ehrlich ist, dann kann ich nicht verstehen, was solche dubiosen Rockzipfelbilder bringen sollen. Zumal man mit dem aktuellen Vorgehen vermutlich ohnehin nur diejenigen bestraft/bevormundet, die es nicht treffen sollte. Die Kosten-/Nutzenrechnung ist hier nicht zu Ende gedacht.

13. Ampeln

In Japan wartet man an Ampeln. Da kann die zu querende Straße noch so klein sein, es wird gewartet. Natürlich gibt es immer ein paar Punks, die sich dagegen sträuben, aber der wahrlich überwiegende Teil wartet.

14. Schlangen

Gefährliche Tiere habe ich nicht gesehen. Auch keine Schlangen. Aber dafür gab es im sonstigen Leben viele gerodnete Anhäufungen von Menschen.

In Supermärkten, an Kassen generell, in Bahnhöfen, etc. An verschiedensten Orten und doch hatten sie eins gemein: alle waren ultra-entspannt. Kein Drängeln, kein Schubsen, kein Gegeneinanderstoßen, nichts. Einfach nur warten und zügig den nächsten Platz besetzen. Toll!

Ich mag die japanischen Schlangen.

15. Einpacken
Das Einpacken an der Kasse kann schonmal etwas länger dauern. Nicht so lange wie in Argentinien, wo sich die Kassierer manchmal persönlich von jedem ihrer Produkte zu verabschieden scheinen, aber dennoch längst nicht so hektisch, wie man das hierzulande gewöhnt ist. Das stört aber keinen.

16. Warten
Das Warten ist des Japaners zweite Freude. Auch wieder der Vergleich mit den Südamerikanern, die ja einen Standbymodus haben, der es ihnen ermöglicht nahezu stoisch jegliche Wartezeit (sei es Minuten, Stunden oder mehr) zu ertragen. Letzteres würde in Japan natürlich nicht vorkommen. Hier wird eher überpünktlich erschienen und daraus ergibt sich dann eine Wartezeit. Vielleicht wird dieses deswegen ohne Murren hingenommen, weil sie ja letztlich selber verantwortet ist?

17. Einpacken (zum Zweiten)
Jetzt wird es kurios. Die Höflichkeit geht lange Wege in Japan und das merkt man in vielen Bereichen. Sei es, dass man ständig in Geschäften mit Floskeln bedacht wird (und das nicht leise, sondern so, dass es auch der letzte Kunde im hintersten Winkel mitbekommt) oder das einfache Sachverhalte auf einmal ausufernd kompliziert werden.

Doch eine Kuriosität ergibt sich im Kassierer/Käufer Verhältnis. So wird es beispielsweise als unhöflich gesehen, wenn der Verkäufer bereits mit dem Einpacken der Ware fertig ist, der Käufer aber noch nicht bereit ist zu zahlen.

Vermutlich da ja dann der Verkäufer implizit dem Kunden zu verstehen gibt, dass er zu langsam ist. Statt eine Wartesituation hervorzurufen, kann es also gut sein, dass der Verkäufer einfach noch ein wenig weiter einpackt.

Obwohl schon längst fertig mit dem eigentlich Prozess, wird das Einpacken der Ware solange hinausgezögert, bis der Kunde sein Geld herausgekramt hat und seinerseits bereit ist den Bezahlvorgang einzuleiten. Spannend!

Eigentlich wollte ich das immer mal eskalieren lassen und einfach 5 Minuten nach meinem Portemonnaie suchen, aber dann hatte sich die Höflichkeit über die Neugier gedrängt und so bleibt es unbekannt ab wann auch die letzte Falte in der Plastiktüte zurechtgezuppelt ist.

18. Mülleimer
Hier sollte besser stehen. KEINE Mülleimer. Oder genauer: keine öffentlichen Mülleimer. Es gibt in Japan keine öffentlichen Mülleimer.

Das höchste der Gefühle ist, dass gelegentlich einer der ubiquitären Getränkeautomaten einen Mülleimer neben sich hat. Der ist allerdings dann mit einer Haube ausgestattet, die ein rundes Loch hat, dass zufällig genau den Durchmesser einer Flasche hat. Es ist also recht eindeutig, dass man hier nicht sonstigen Müll entsorgen soll.

Ich habe in Kyoto keinen und Tokio nur wenige (<10) Mülleimer entdeckt. Und ich war durchaus auf der Suche, denn man wird ständig mit Verpackungen und Tüten bombardiert.

An den anderen Orten war mit Mülleimer nicht zu rechnen. Selbst solche touristisch überfüllten Orte wie die Basisstation des Mt. Fuji halten keinerlei Behältnisse bereit, um sich des Mülles zu entledigen.

Als Deutscher ist das schon eine erhebliche Umstellung und man fragt sich bisweilen, ob das der richtige Weg sein kann. Tatsächlich scheint dieser Weg, zumindest für Japan, einigermaßen zu funktionieren. Denn es ist überall sehr sauber. Auch wenn es manchmal heruntergekommen aussehen mag, eine wilde Müllanhäufung findet man nur sehr selten.

Hier kehrt buchstäblich jeder vor seiner eigenen Tür.

Ein Tipp für alle Touristen ist, dass die Convenience Stores häufig (aber längst nicht immer) im Eingangsbereich (meist innenliegend) einen Mülleimer haben. Da muss man sich dann trauen und hineingehen und seinen Müll ensprechend entsorgen. Mir fiel das immer ein wenig schwer und so habe ich eigentlich immer ein bisschen Müll mit mir herumgeschleppt und ihn mit einer fast schon erfüllenden Erleichterung Abends in meinem Quartier entsorgt.

19. Dreck
Wo wir bei Mülleimer sind, richtig dreckig ist es nirgendwo gewesen. Am schlimmsten (wenn man das so nennen kann) war es in Tokio. Dort schlägt dann wohl die Großstadtanonymität auch manche Benimmregeln.

Dennoch. Richtig dreckig war es nirgendwo. Auch eine sehr angenehmen Seite Japans!

Wie ich ja bereits schrieb „kehrt hier buchstäblich jeder vor seiner eigenen Tür“. Und das ist tatsächlich so gemeint. Die Bereiche werden durchaus von ihren Bewohnern/Benutzern gesäubert.

Während es auf Iriomote Schulklassen sind, die denn durch die Weltmeere angespülten Plastikmüll von den Stränden sammeln, so kann es durchaus sein, dass sich in Tokio auch das Rotlichtmilieu (begrenzt) die Hände schmutzig macht und das eigene Pflaster säubert.

Gibt es überhaupt eine öffentliche Straßenreinigung in Japan? Falls ja, dann ist sie längst nicht so präsent wie bei uns.

20. Rechts gegen links
In Japan fährt man auf der linken Seite der Straße. Das ist klar. Doch alles weitere ist nicht so klar.

Z.B. wo steht man auf der Rolltreppe und wo geht man? In welche Richtung weicht man aus, wenn man sich begegnet?

Ich war davon ausgegangen, dass es bei der Rolltreppe eine Konvention gibt. Die Engländer haben sich ja trotz des Linksfahrens auf „rechts stehen, links gehen“ geeinigt und es damit dem Kontinentaltouristen einigermaßen vereinfacht. Dennoch würde man bei einer Begegnung auf dem Bürgersteig nach links ausweichen.

In Deutschland ist es hingegen üblich nach rechts auszuweichen. Doch wie ist es in Japan?

Ich kann es tatsächlich nicht verallgemeinert sagen. Für die Rolltreppen sollte die Logik einfach zu bestimmen sein, doch bereits da hakt es.

Die Rolltreppen werden in Kyoto und Tokio mit der Maßgabe „links stehen, rechts gehen“ benutzt. Doch schon in Osaka ändert sich das. Dort wird auf der Rolltreppe, wie in (West)Europa „rechts gestanden und links gegangen“. Das kann zu verzwickten Fragestellungen führen.

Für einen Neuankömmling wie mich ist hingegen schnell Verwirrung vorprogrammiert.

Im Straßenleben Japans habe ich mir schnell angewöhnt nach links auszuweichen; schien mir das doch die einzig sinnvolle Variante. Doch unzählige Male hat das dazu geführt, dass mein Gegenüber mir erneut gegenüber stand.

Ich habe daher zwei Ansätze entwickelt. So könnte es sein, dass es kein einheitliches System gibt und es jeweils eine ad-hoc Entscheidung ist in welche Richtung ausgewichen wird.

Oder aber die Höflichkeit macht erneut der Effizienz einen Strich durch die Rechnung. Denn mein Aussehen verrät schon über weite Entfernung, dass ich offensichtlich nicht aus diesem Kulturraum komme. Um also nun höflich zu sein wird vielleicht vorauseilend in die Richtung ausgewichen, die man so von großen weißen Personen erwarten würde, nämlich nach rechts. Das führte dann in meinem Fall zu Problemen, denn ich war ja sehr bereit mich den Gepflogenheiten anzupassen und nach links auszuweichen.

Was auch immer es war, es war mir bis zum Ende nicht möglich herauszufinden, was denn nun das richtige Verhalten ist. Vielleicht gibt es auch gar keins und am Ende ist es ein klein bisschen Anarchie was sich die japanische Seele so erhält.

21. Schlafen
Das Schlafen ist des Japaners zweiter Vorname. Er tut es überall und ständig. Nur offensichtlich nie da, wo man es europäischerweise vermuten würde: In seinen eigenen vier Wänden in einem Bett. Wenn da nämlich geschlafen würde, dann müsste sich ganz Japan in einem kollektiven TseTse-Fliegen-Bann befinden.

Sobald auch nur ein paar Minuten verfügbar sind wird geschlafen. Ich habe Leute in der U-Bahn stehend, mit einer Hand in der Halteschlaufe eingehakt schlafen gesehen. Und wenn es mal etwas enger in der U-Bahn ist, dann kann es gut sein, dass schonmal jemand (fremdes) sich an Deine Schulter anlehnt und sich so in einen Schlaf fallen lässst.

Das ist unproblematisch, weil man ja ohnhin so dicht gedrängt steht, dass ein Umfallen unmöglich ist. Ob ich dort allerdings schlafen würde? Wie gesagt, ich habe noch nie so viele Menschen ständig im Kurzschlaf (ich nehme an, sie steigen dann schon rechtzeitig aus) gesehen, wie hier. Das gilt aber auch für andere Möglichkeiten außerhalb des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Tatsächlich gilt das, so wurde mir glaubhaft versichert durchaus und häufig für universitäre Veranstaltungen. Zwar kenne ich durchaus auch kurze Phasen der Tiefenentspannung, doch spätestens im beruflichen Kontext ist so eine Phase meist einmalig. In Japan hingegen ist es durchaus üblich, dass während eines Meetings mal einer wegknackt. Das ist akzeptiert und hat keinerlei negative Folgen. (Ich nehme an, wenn man während seines eigenen Vortrags einschläft, hat das schon Folgen.)

Aber auch im privaten Umfeld ist das nicht unüblich. Wir saßen am Abend vor der Mt. Fuji-Besteigung gegen 20 Uhr in einem Restaurant. Es war nicht ganz schäbig und vier ordentlich gekleidete Japaner (eine Frau, drei Männer) saßen uns gegenüber. Auf diese Situation komme ich später nochmal zurück.

Jedenfalls fiel der älteste der Truppe irgendwann nicht mehr durch alkoholgeschwängertes Lachen auf, sondern wurde seltsam ruhig. Tatsächlich so ruhig, dass er weiterhin sitzend schaffte, sich in den Schlaf zu begeben. Das hat die anderen Teilnehmer der Runde nicht im geringsten interessiert. Und nach einer halben Stunde meldete sich der Schläfer dann mit einem beherztem Schluck wieder zurück. Als ob nichts gewesen wäre.

Vor allem in Tokio ist mir diese intensive Schlafzeitnutzung aufgefallen. Das ist schon sehr besonders.

22. Shoppen
Shop around the clock. Einkaufen gehen ist in Japan (und insbesondere in Tokio) scheinbar unendlich und immer möglich.

Ich bin nicht sicher, ob es Öffnungszeiten gibt, einen Unterschied in den touristisch geprägten Gebieten konnte ich nicht feststellen. So konnte man auch problemlos morgens um 1:50 noch jede Menge Restaurants finden, die ihre Speisen anboten. Das wäre in Deutschland und auch in Amerika so nicht möglich.

Vielleicht haben sich die Japaner auch einfach schon von der 24 Stundentaktung entkoppelt. Die Wissenschaft weiß längst, dass nicht jeder Mensch einem 24 Stundenrhythmus folgt. Es wäre also nur logisch, dass auch in anderen Bereichen zu akzeptieren.

Vielleicht ist es aber auch nur eine Anpassung an die für mich recht absurd wirkenden Herausforderungen des japanischen Alltags.

23. Fremdsprachen

Damit hatte ich nicht gerechnet. Englisch ist ein Riesenproblem. Eigentlich ist es kein Problem, denn es existiert schlicht nicht. Die Anzahl der Japaner, die sich mit mir auf Englisch verständigen konnten kann ich an zwei Händen abzählen. Die Male die ich es versucht habe würden jedoch den dreistelligen Bereich sicherlich locker sprengen.

Bildungstechnisch und auch im Außenhandel gut verankert hatte ich erwartet, dass mindestens die jüngeren Generationen, die Studenten und vielleicht auch der Touristensektor ein wenig Englisch sprechen. Immerhin ist Japan in der aktuellen PISA-Studie (zugegeben, Fremdsprachen sind nicht Bestandteil des Tests) auf dem zweiten Platz! (Zum Vergleich: Deutschland liegt dort auf Platz 16). Doch das war nicht der Fall. Es war erschütternd. So niederschmetternd, dass sich zeitweilig sogar aufgab.

Meine Frustration war natürlich auch deshalb so hoch, weil mein Japanisch ähnlich limitiert ist und damit eigentlich jegliche Kommunikation entfiel. Man muss hier allerdings erwähnen, dass ein Gespräch des Nächtens mit einigen Studenten dafür auf Spanisch ablief. Aber das ist vermutlich kein Standard.

Es bleibt festzuhalten, wer glaubt, er könne mit Englisch in Japan etwas reißen, der sei gewarnt. Das wird nichts.

24. Prostitution

Tja. Ein dunkles Kapitel? Eigentlich ist Prostitution seit 1965 in Japan verboten. Genauer gesagt, Geschlechtsverkehr gegen Geld ist verboten. Sich aneinander zu reiben ist jedoch nicht verboten und so hat sich tatsächlich oder in der Redart der Schenkelverkehr (素股 Sumata) seine Lücke geschaffen.

Ich will mich jetzt nicht darüber auslassen, wer im Endeffekt die zentimetergenaue Unterscheidung zwischen Geschlechts- und Schenkelverkehr wie überwachen soll. Aber ich denke der Menschenverstand hilft da weiter.

Abgesehen von dieser “Lücke” (im wahrsten Sinne des Wortes) ist es aber auch mehr als auffällig das elegant und aufreizend gekleidete Damen an diversen Kreuzungen und Straßenzügen wartend vor allem Abends herumstehen. Als ob sie nichts zu tun hätten. Als Hamburger ist man solche Szenen gewöhnt (obwohl man da deutlich häufiger angesprochen wird), doch solch ein Andienen bleibt einem hier weitestgehend erspart.

25. Stundenhotels
Stundenhotels sind zahlreich. Es gibt sie in gewissen Bezirken wirklich aneinandergereiht. Tatsächlich hat man eher den Eindruck, dass manche Bezirke ausschließlich aus diesen Etablissements bestehen. Dabei sind sie immer klar als solche zu erkennen, denn die Preise sind sehr groß und deutlich außen angeschrieben. Zwischen 4000 und 6000 Yen für einen “Rest” oder 6 Stunden und 7000-12000 Yen für einen Stay, das bedeutet dann vermutlich über Nacht.

26. Alkoholgenuß
Gesoffen wird in Japan durchaus häufig und auch häufig bis zur Besinnungslosigkeit. Das ist nicht auf die Wochenenden beschränkt, sondern auch unter Woche scheinbar normal. Direkt nach der Arbeit geht es los und wer es betrunken nicht nach Hause schafft, der schläft eben in einem der vielen CapsuleHotels.

27. Umkippen
Zum bereits erwähnten Genuss alkoholischer Getränke kommen gewisse Ausfallerscheinungen hinzu. Am auffäligsten war es, dass einfach mal Personen umkippen. Mitten in einer Bar oder auch in einem nicht gerade günstigem Restaurant. Ab und zu kippt mal einer um. Das ist dann meist kein Grund den Abend abzubrechen oder für großes Gelächter. Schließlich kann das ja jedem Mal passieren. Meist wird dann ein passender Ort für ein Schläfchen gesucht. Danach kann es dann weitergehen.

An einem Abend habe ich drei Leute umkippen sehen. Nicht taumelnd, sondern eiskalt umkippen. Das ist selbst für eine Hamburger Kieznacht viel.

28. Reinquatscher
Auch in Japan gibt es Personen, die einen in irgendwelche halbseidenen Clubs quatschen wollen. Das sind interessanterweise immer Schwarze gewesen. Es kann natürlich auch sein, dass das die einzigen waren die Englisch konnten und deswegen wir nur von denen angesprochen wurden. Das ist durchaus gut vorstellbar.

29. Betrunken sein ist normal.
Das fällt dann auch schnell auf. So gibt es bei einem Karaokebesuch häufig eine Sauf-Flatrate mit dazu. Da man diese Karaokezimmer stundenweise mieten kann ist dann auch ziemlich klar, was innerhalb von ein oder zwei Stunden passiert. Sicherlich, es wird gesungen, aber das macht ja meist nur einer. Damit haben die andere nichts besseres zu tun, als sich die zahlreichen, bereits inkludierten und stets schnell gelieferten Getränke einzuverleiben.

30. Schlafen 2
Wenn man denn so betrunken ist, das ein Schläfchen die richtige Alternative ist, dann muss man sich keine Sorgen machen. In den dubiosesten Ecken Tokios habe ich in halbseidenen Gassen die durchaus von Partyvolk durchdrungen wurden Betrunkene liegen sehen, die unter sich ihr Handy liegen hatten. Das hat allerdings keinen interessiert. In Deutschland wären die Telefone (und vermutlich auch weitere Wertsachen) in Rekordzeit nicht mehr am Mann gewesen. Nicht so in Japan. Hier können sich auch betrunkene völlig sicher ausschlafen. Skuril aber auf eine gewisse Weise auch beruhigend.

31. Zuviel ist zuviel
Es ist leider, neben dem meist harmlosen Umkippen auch nicht unüblich sich das getrunkene nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Eher unerwartet, aber dann aufgrund der schieren Menge aber vielleicht doch nachvollziehbar. Es ist jedenfalls ein ungewöhnlicher Anblick im sonst so ordentlichen und aufgeräumten Japan.

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